PM-WCM ist eine Komponente von SAP ERP

 SAP Deutschland

Historie der Freischaltabwicklung

Die SAP-Komponente Freischaltabwicklung kann auf eine mittlerweile fast 25jährige Geschichte zurückblicken. Folgende Meilensteine sind dabei besonders hervorzuheben:

1990

Im Jahre 1990 setzte SAP mit dem spanischen Stromversorger Iberdrola ein Kundenprojekt zur Freischaltabwicklung auf, nachdem Iberdrola als SAP-Kunde wegen einer Softwarelösung für seine nuklearen Kraftwerke angefragt hatte. Im Rahmen des Projekts entwickelte SAP mit Iberdrola eine Kundenlösung zur Freischaltabwicklung, die auf dem Release R/2 5.0 basierte und in die Standardprozesse der Instandhaltung (R/2 RM-INST) integriert war.

1997

Mit der Verbreitung von R/3 wuchs die Anzahl von SAP-Kunden weltweit, die eine integrierte R/3-Lösung zur Freischaltabwicklung suchten. Zusammen mit Pilotkunden aus Belgien (Electrabel), Schweden (Ringhals), Spanien (Iberdrola) und der USA (PSE&G) entwickelte SAP im Jahre 1997 als R/3-Industrielösung die SAP-Komponente Freischaltabwicklung (ISU-WCM 1.0).

  • Christoph Wobbe - Product Management
  • Walter Kienle - Project Lead
  • Uwe Kirchner - Development Architect

2000

Aufgrund vielfacher Nachfragen von Kunden aus anderen Industrien wurde die SAP-Komponente Freischaltabwicklung in den R/3-Standard integriert (R/3 4.6C).

  • Christoph Wobbe - Product Management
  • Uwe Kirchner - Project Lead
  • Uwe Kirchner - Development Architect

2001

Ein Paradigmenwechsel in der R/3-Release-Strategie führte 2001 zur Aufteilung von R/3 in den R/3 Enterprise Core (ECC) sowie die Enterprise Extension Sets. Die SAP-Komponente Freischaltabwicklung wurde dadurch Teil des PLM Extension Sets. Mit dem ersten Extension Set wurde unter anderem die Schnittstelle zur Anbindung eines graphischen Planungs-Tools zur Freischaltung bereit gestellt (SAP R/3 Enterprise PLM Extension 1.1).

  • Christoph Wobbe - Product Management
  • Uwe Kirchner - Project Lead
  • Michael Lesk - Development Architect

2006

Die SAP-Komponente Freischaltabwicklung wurde um eine mobile Anwendung  erweitert. Diese unterstützt das Schalten vor Ort mit Hilfe von mobilen Geräten (SAP ERP 6.0).

  • Christoph Wobbe - Product Management
  • Uwe Kirchner - Project Lead
  • Uwe Kirchner - Development Architect

2007

Aufgrund der starken Nachfrage nach Erweiterungsmöglichkeiten zur SAP-Komponente Freischaltabwicklung wurde eine Vielzahl von Business Add-Ins (BAdIs) entwickelt. Diese ermöglichen es den Kunden, individuelle Erweiterungen zu implementieren, ohne dabei die Standardprogramme zu verändern (Enhancement Package 3 für SAP ERP 6.0).

  • Christoph Wobbe - Product Management
  • Uwe Kirchner - Project Lead
  • Uwe Kirchner - Development Architect

2009

Aufgrund von Kundenanforderungen insbesondere aus der nuklearen Versorgungsindustrie wurde die SAP-Komponente Freischaltabwicklung um sogenannte Überprüfungspläne erweitert, mit deren Hilfe die Schaltposition von technischen Objekten vor Ort verifiziert bzw. angepasst werden kann; eine Anpassung kann beispielsweise bei einem Wechsel des Betriebszustandes der Anlage generell erforderlich sein (Enhancement Package 4 für SAP ERP 6.0).

Anmerkung: Die je nach Betriebszustand erwarteten Schaltpositionen der technischen Objekte werden anhand der Stammdaten für betriebsabhängiges Normalisieren ermittelt. 

  • Christoph Wobbe - Product Management
  • Michael Lesk - Project Lead
  • Uwe Kirchner - Development Architect

2011

In der SAP-Komponente Freischaltabwicklung war bislang eine dem Auftrag zugeordnete Sicherheitsanforderung (z.B. eine Freischaltanforderung) prinzipiell für die gesamte Dauer der entsprechenden sicherheitsrelevanten Instandhaltungsarbeiten gültig; die sequenzielle Zuordnung mehrerer, z.B. nur tageweise gültigen Sicherheitsanforderungen zum Instandhaltungsauftrag wurde prinzipiell nicht unterstützt. Ähnliche Einschränkungen gab es (zumindest im Standardmodell der Freischaltabwicklung), wenn man Sicherheitsanforderungen eines Auftrags nach semantischen Kriterien (z.B. Strahlenschutz, Brandschutz) oder Risikoabwägungen (z.B. hohes Risiko, normales Risiko) voneinander trennen wollte.

Genau hier setzt nun der neue Prozess des Arbeitens mit Arbeitserlaubnissen an, der die direkte Zuordnung mehrerer Sicherheitsanforderungen - getrennt nach Gültigkeitsdauer, semantischen Kriterien, Risikoabwägungen etc. - zum Auftrag unterstützt. Die Abbildung solcher Szenarien ist ein entscheidender Faktor für den Übergang der Freischaltabwicklung von einer eher versorgungsindustriegeprägten Komponente zu einem verallgemeinerten, quer über alle Industrien nutzbaren System (Enhancement Package 5 für SAP ERP 6.0).

  • Christoph Wobbe - Product Management
  • Uwe Kirchner - Project Lead
  • Michael Lesk - Development Architect

2012

Eine weitere Anforderung an eine Lösung zur Planung sicherheitsrelevanter Instandhaltungsarbeiten ist die unmittelbare Bereitstellung entsprechender Informationen an diejenigen Mitarbeiter, die die entsprechenden Arbeiten ausführen. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, wird eine WebDynpro-basierte Lösung benötigt, die eine rasche und umfassende Kommunikation sicherheitsrelevanter Informationen sicherstellt, indem sie einen WebDynpro-basierten Zugang vom Instandhaltungsauftrag zu allen zugehörigen sicherheitsrelevanten Informationen, einschließlich der zugeordneten Arbeitserlaubnisse, ermöglicht (EAM Worker Safety, verfügbar ab Enhancement Package 6 für SAP ERP 6.0). 

  • Christoph Wobbe - Product Management
  • Uwe Kirchner - Project Lead
  • Michael Lesk - Development Architect